11 Million Bits: So viele Informationen muss unser Gehirn pro Sekunde verarbeiten. Viele davon in Form von Sinneseindrücken, also Sehen, Riechen, Hören. Die bewusste Verarbeitung einer Zahl, zum Beispiel 7, entspricht etwa 5 Bits. Schätzt mal: Wie viele Bits von all diesen Informationen kann das Gehirn bewusst verarbeiten?

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40 Bits. Das Gehirn muss jederzeit und innerhalb von Millisekunden darüber entscheiden, ob aus der aktuellen Situation eine Gefahr entsteht, es sofort (quasi per Autopilot) handeln oder bewusst entscheiden, also darüber nachdenken muss. Jede eintreffende Information wird deshalb blitzschnell mit schonmal abgespeicherten Informationen verglichen. Diese gesammelten Informationen nennen wir Stereotype. Es liegt in unserer Natur, dass wir Stereotype bilden, also anderen Menschen Verhaltensweisen und Persönlichkeitsmerkmale aufgrund unserer abgespeicherten Informationen zuweisen. Dementsprechend verhalten wir uns dann eher offen oder eher vorsichtig.

Fazit: Stereotype sind total natürlich und wichtig für unser Gehirn. Wir brauchen sie, um Informationen zu verarbeiten und Situationen einschätzen zu können. Umso wichtiger ist es, dass wir uns diese Prozesse ab und zu bewusst machen und hinterfragen, ob das blitzschnelle Urteil Bestand hat.

* (Quelle: https://www.avenue.de/2018/10/23/ich-mach-mir-die-welt-wie-sie-mir-gefaellt-oder-besser-wie-ich-sie-wahrnehmen-kann/)